Herbstmarkt

Auf dem Welser Wochenmarkt herrscht geschäftiges Treiben. An der zugigen Ecke im Außenbereich, unter deren Überdachung der Fischhändler seines Amtes waltet, haucht gerade eine Bachforelle nach einem gezielten Hieb ihr Leben aus. Schräg vis-à-vis werden von bedächtig bedienenden Mädchen zum Anbeißen schöne Himbeeren verkauft. „Serwas, grias di!“, tönt es allenthalben hin und „Grias di, serwas!“ wieder zurück. Der Welser ist gut drauf, na und die Welserin erst recht. Die Most-, Bier und Getränkestände in der Halle sind folgerichtig bestens besucht, und bei den unterschiedlichen Fleisch- und Gemüsehändlern wird lautstark fürs Wochenende eingekauft.

„G’herts ehs zamm?“, kreischt eine tonnenförmige Hühnerteileverkäuferin in weißer Schürze zwei Männern (offenbar Vater und Sohn) zu, während sie ihnen die Ware ausfolgt. „Na, ehs hobts jo kan Besen dabei!“, gibt sie selbst die Antwort und bricht in ein kirrendes Gelächter aus, das im Umkreis von 20 Metern zu hören ist.

An einem langgestreckten Stand, hinter dem in appetitlich drapierten Schütten Gemüse angeboten wird, gähnt eine in der Schlange wartende Frau Anfang vierzig. „Halten Sie denn nie die Hand vor?“, wird sie von einem Mann hinter ihr angesprochen. Die Frau erschrickt heftig und bekommt einen knallroten Kopf. „Jetzt bin i erledigt!“, klagt sie, als sie den Mann erkennt. „Jetzt kumm’ i sicher in Ihr’ Kolumne, und a rote Birn’ hob i a nu dazu – furchtboar!“ Der Mann, ein hiesiger Gesellschaftsredakteur, beschwichtigt: „Ich bitt’ Sie, über so etwas schreibe ich doch nicht!“ Beide lachen und verabschieden sich. Ein paar Meter weiter beim Moststand Meier zückt der Redakteur dann tatsächlich ein Büchlein, in das er verstohlen Notizen macht.

Umdrehen verboten!

Von der beschaulichen Raimundstraße, biegt ein grauer Van links in die ebenso beschauliche Herderstraße ein. Dort ist rechter Hand ein Haus, bei dem Vorsicht geboten ist. Seine Tücke entschleiert sich der Van-Pilotin bei einem Wendemanöver, nachdem ihre Vorderreifen die ersten Pflastersteine der Garageneinfahrt berührt haben. Als wäre dort ein Sensor verborgen, schnellt der Herderstraßen-Hausbesitzer hinter einem akkurat getrimmten Hibiskus-Büschchen hervor.

„Wos moch’n Sie denn do?“, fragt er angriffslustig. „Umdrehen“, antwortet die Frau aus dem Van. „Owa net do.“ Der Mann im blütenweißen Feinripp-Unterziehshirt stützt seine Arme auf einen gemauerten Zaunpfahl, während er zeitgleich versucht, das Kennzeichen des Vans zu entziffern. „I sog Ihna a warum: Mit dem schweren Auto und Ihrer Servolenkung moch’n Sie die ‚Schtruktur’ vom Pflosta kaputt!“, doziert er allen Ernstes. „Entschuldigung“, lenkt die Pilotin ein, „wird nicht wieder vorkommen.“ „Nix da, so einfach kommen’s net davon. I zeig’ Sie natürlich an, damit Sie sich’s merken.“ „Komm’ fahr weiter, lass’ den“, meldet sich erstmals der Beifahrer der Van-Pilotin zu Wort. „Na wenn’s mir blöd kumman, moch’ i die Anzeige mit Vergnügen“, läuft der Mann im Unterhemd heiß und äugt nochmals nach der Autonummer. „Wenn’s dann die Pappn halten, wunderbar!“, droht der Konflikt nun zu eskalieren. Ein beherzter Tritt der Pilotin auf das Gaspedal des Vans befördert die beiden schließlich aus der Gefahrenzone.

Am nächsten Tag ist quer über die Einfahrt eine Kette gespannt, von der ein Schild mit der Aufschrift „Umdrehen verboten!“ baumelt. Hinter der Kette mitten auf dem liebevoll verlegten Pflaster hat ein Hund ein dampfend frisches Andenken hinterlassen. Das Tier wird wohl mit einer Anzeige rechnen müssen.

Sommer am See

Auf den Vorplatz des Wirtshauses im Salzkammergut brennt die Sonne mit einer Unerbittlichkeit, dass man alleine vom Hinsehen dehydrieren möchte. Kein einziger Baum schützt den betonierten „Gastgarten“ vor der brütenden Hitze. Die Wirtsleute haben stattdessen ein Dach aus Sonnenschirmen mit gelb-weißen Stoffbahnen installiert, das Gästen Schutz vor Verbrennungen und Hitzschlägen bieten soll. Den Parkplatz dahinter dominieren Auto- und Motorradkennzeichen aus Wels und Umgebung.

Unter dem Stoffdach herrscht ein eigenes Klima: Das Sonnenlicht blendet in einem kräftigen Orange durch die Stoffbahnen hindurch, während die Luft stillsteht als hätte jemand die Zeit angehalten. Von bestimmten Plätzen der Terrasse genießt man einen wunderbaren Blick auf das türkise Wasser des Sees, von anderen wiederum muss man sich mit der rückwärtigen Ansicht des Hotels Agnes begnügen.

Die Leute unter dem Dach sind schweißverklebt und leiden Hitze, schrecken aber vor dem Genuss deftiger Speisen keineswegs zurück. Ein älterer Mann in kurzen Hosen und mit beigem durchfeuchteten Hemd lässt sich entkräftet am Nebentisch nieder. Eine Tragetasche, auf der „I love Welser Volksfest steht“, legt er behutsam neben sich ab. Als die Kellnerin kommt, um seine Bestellung entgegenzunehmen, sagt er mit dünner Stimme: „Ein halbes Kilogramm Bier bitte.“ Zwei Minuten später nimmt er das Getränk in Empfang, setzt es routiniert an und trinkt es in einem Zug aus. Dann stellt er das leere Gebinde zurück auf den Tisch, und man kann beobachten, wie die Lebensgeister des Mannes sukzessive zurückkehren. „Einmal Cordon bleu und noch ein halbes Kilo“, ordert er gestärkt weiter und seine elfenbeinfarbenen Unterschenkel gleißen strahlend in der Mittagssonne.

Der Anruf

Joe Bacher sitzt an seinem Schreibtisch in der Welser Zweigstelle einer Versicherung und arbeitet gemächlich vor sich hin. Vor ihm ein großer Computer-Bildschirm, der den Joe fast vollständig verdeckt. Hinter ihm ein Radiogerät, aus dem man einen aufgekratzten Ö3-Moderator und seinen weiblichen Sidekick dahinschnattern hört. Der Joe will gerade Kaffeepause machen, da läutet sein Mobiltelefon, auf dem eine ihm unbekannte Nummer erscheint.

Joe (auf das Sprechsymbol tippend): Hallo?
Anrufer (getragen, mit tiefer Stimme): Ser-was.
Joe: Wer spricht denn bitte?
Anrufer (nach einer kurzen Pause): Da Bernd.
Joe: Welcher Bernd denn?
Bernd (extrem langsam gesprochen): Da Wehofer.
Joe (erfreut): Servus Bernd!
Bernd: Serwas.
Joe: Was gibt’s?
Bernd (verzögert): Du…?
Joe: Ja?
Bernd (nach einer neuerlichen Pause): Wer spricht denn dort?
Joe (lacht): Na ich, der Joe!
Bernd (unverzüglich und laut, aber weiterhin langsam): Jo eh, oba wöcherna? I hob zwoa Joes bei mir eing’speichert, beide ohne Nochnaum’.
Joe (kopschüttelnd): Na, der Bacher Joe!
Bernd (mit einer unendlichen Ruhe): Aha, dann kenn’ i mi aus.
Joe: Gibt’s sonst nu wos?
Bernd: Na. Pfiati. Man hört ein Klicken in der Leitung.
Joe: Na dann, serwas! Legt ebenfalls auf.

Im Radio kündigt der Moderator ein Telefon-Gewinnspiel an („Jetzt anrufen, nach der Werbung ist es wieder so weit!“), aber der drehbare Stuhl vom Joe ist leer und sein Besitzer längst in der Kaffeeküche verschwunden.

Die Hex

Ein Gebrauchsgedicht für, mit und zu Ehren von Messermachermeister Michael Blank

Bei Blank, dem stillen Wässerchen,
Schlugen wir ein Messerchen.
In des Meisters Schmiedekammer
Sprühten Funken, flog der Hammer.

Aus mattem Stahl in gelber Hitze
Schärften Schneid’ wir und die Spitze.
Und lange vor dem letzten Schliff,
Trieb längsseits Meister Blank den Griff.

Das Heizen, Kühlen, Härten, Schleifen,
Ließ den Hauer mählich reifen.

O heilig-zarte Schmiedehaut!
Wer hätte Blank dies zugetraut?

Nach stundenlanger Heißarbeit,
Liegt ein Ergebnis griffbereit:
Der schwere Feitel, scharf und schön,
Ist recht pässlich anzusehen.

Zur Feuertaufe kurz gebrannt,
Ward der Hauer „Hex“ genannt.

Edel ist das stolze Schmieden,
Bei Hephaist’ doch auch hienieden.

Und Meister Blank, das ist ein Mann,
Der Messer trefflich schmieden kann.

Häfen-Elegie – eine Replique 

„Liebeserklärung an Helmut Elsner“
von Claudia Bandion-Ortner, Bundesministerium für Justiz, Wien Neubau

Lieber Insasse!
Da wir uns nun schon lange kennen,
Will ich Sie heute Helmut nennen.
Mir egal, ob’s Ihnen passt,
Sie wissen ja: Der längere Ast.

Haben Sie sich schon eingelebt,
In das geförderte Projekt?
Gell, es ist nicht ungepflegt,
Ihr Gitter-Stein-Objekt?

Sitzen Sie auch gut im Kasten?
Angeblich sind die Pritschen hart,
Ich bitt Sie, Helmut, tun’s nicht fasten!
Auf Körperfett ruht es sich smart.

Ich hab’s, ich backe einen Kuchen!
(Freilich ohne Einbauteile.)
Ein guter Grund, Sie zu besuchen,
Und wir schwatzen eine Weile.

So Sie spezielle Wünsche haben,
Lieber Helmut, bitte sagen!
Wollen Sie eine Fußmassage?
Wink genügt, schon kommt ein Page.
Verlangt es eine Pediküre?
(Dreimal klopfen an der Türe.)

Oder wollen Sie auf die Schnelle
In die neue Kuschelzelle?
Geben Sie uns flugs Bescheid,
Ihre Ruth hat sicher Zeit.

Helmut, Mensch, Sie waren mein Fall
Nach oben bei der jüngsten Wahl!
Ich dank es Ihnen, Gott erhalt’s,
mit ein paar Jahren Zusatzschmalz!

Sie bleiben uns noch lang erhalten,
Darauf vertrau’ ich maulwurfblind.
Wir werden’s Ihnen so gestalten,
Dass Sie gerne bei uns sind.

Auf den Besuch da freut sich schon,
Ihre Claudschi Bandion!

Der Chevalier im Sierra

San’ Sie behindert?“, ruft es aus einem dunkelblauen Ford Sierra von der anderen Straßenseite herüber, als ich meinen Wagen abgestellt habe. Nein, meines Wissens nicht – wie er denn darauf komme, möchte ich wissen. Das Seitenfenster des Sierra, das zunächst nur einen Spalt geöffnet war, öffnet sich jetzt ganz.

Zum Vorschein kommt ein alter Chevalier mit rotbraunem Toupet, gleißend weißem Zahnersatz und einem knusprig gebräunten Faltengesicht. „Es kommt mir aber schon so vor, als hätten’s ein Problem!“, fährt der Alte unbeirrt fort. Was er denn eigentlich wolle, was das alles solle und ob er womöglich selbst an einem Defekt leide, verliere ich eine Sekunde lang die Beherrschung. „Sie san’ offenboar ein Witzbold!“, ätzt der Verwitterte. Die Autoschlange hinter ihm hupt bereits wie verrückt, aber das überhört er einfach: „Waun’s lesen kinnan, werdn’s feststellen, dass Sie auf ahn Behindertenplarkplotz stengan“, deutet der Sierra-Pilot auf einen Wald aus Zusatztafeln unterhalb des Verbotszeichens, vor dem tatsächlich mein Auto parkt. „Weil Sie net ausschauen, wie jemand mit einer Behinderung, deswegen wollt’ i nochfrogn.“

Ich solle ruhig stehenbleiben, wenn ich 380 Euro zu viel übrig hätte, weil so viel koste der Spaß inkl. Anzeige nämlich, das gehe hier in Linz nämlich ruckizucki, insbesondere wenn man so wie ich ein Welser Kennzeichen habe. „So, und jetzt schleichen’s Ihna“, endet der Chevalier, während er das Fenster wieder hochkurbelt. Gleich darauf öffnet er es noch einmal: „Bedanken brauchen’s ihna net, des geht aufs Haus. I wollt’ nur freundlich sein. Pfiat Gott!“ Dann hustet der Sierra mitsamt dem Chevalier davon.

Der Herr Pfaffenböck

Der verdiente Außendienstmitarbeiter Kurt Pfaffenböck – seine Firma produziert und verkauft Rollläden im großen Stil – kommt zu uns, um Maß für ein Sonnenschutzprodukt zu nehmen. Er genehmigt sich offensichtlich gern ein Gläschen, der Herr Pfaffenböck: Seine Augen sind etwas wässrig und gleiten sanft unter dem weißen Haar hin und her. Auf den Pfaffenböckschen Wangen verästeln sich purpurrote Äderchen ins Unendliche, und im Umkreis seines Kopfes riecht es stets ein wenig alkoholisch.

Als er auf der Stiege sitzt, um sich die Schuhe auszuziehen, bemerke ich, dass er am rechten Bein vom Knie abwärts eine Prothese hat. Er wiederum bemerkt sofort meinen Blick und beginnt knochentrocken: „A Unfoi. Is scho laung her. Eigentlich a Vorteil: Auf dem Fuaß brauch i ma nie wieder Zechanögöln schneiden.“

Mir fehlen kurz die Worte, dann kommt mir Thomas Bernhard in den Sinn: „Durch dieselbe Brille, mit der ich Kant lese, sehe ich jetzt meine Zehennägel.“ Wobei man im Fall von Herrn Pfaffenböck davon ausgehen muss, dass der im Segment Sonnenschutz völlig überschätzte Kant nicht unbedingt die bevorzugte Lektüre des Außendienstmannes ist. Jedenfalls steht er schwankend auf, der Herr Pfaffenböck, zückt sein Rollmeter und beginnt routiniert und mit zischendem Arbeitsgerät die Fensterrahmen zu vermessen. Zwei Wochen später werden die Läden geliefert. Sie haben genau gepasst.

Die Volksfestwatsche 1

Treffen der Musketiere

„Wo seid’s denn ihr?“, flucht Franz Reisenbichler atemlos in sein Mobiltelefon, während er schnellen Schrittes über den Stadtplatz in Richtung Messegelände eilt. „Beim Ledererturm, und du?“, antwortet Axel Hebenstreit, der heute den Lehner Roli als seinen Aramis dabei hat. „Auf Höhe Bestatter“, schnauft Porthos Reisenbichler zurück. „Zah’ an, du Oaschloch“, schreit der Hebenstreit ausgelassen, und es ist hochwahrscheinlich, dass zwischen Athos und Aramis bereits ein kleines Vorglühen in der Hebenstreitschen Dachterrassenwohnung stattgefunden hat. „Ich komm’ schon, wartet! Bin fast beim Puff“, ächzt Franz Reisenbichler, bevor er links in die Pollheimerstraße einbiegt. „Tu weiter! Wir warten vor der Hettlage, und der Durst plagt uns wie nicht gescheit. Ah, ich seh’ dich eh schon“, ruft Roli Lehner von hinten über die Hebenstreitsche Schulter ins Telefon und winkt dem sich im Laufschritt nähernden Reisenbichler zu. Wenige Augenblicke später sind die Musketiere vereint.

Die Volksfestwatsche 2

Probebeleuchtung

Heute ist der berühmt-berüchtigte Vorabend zum Volksfest. An diesem Abend findet traditionellerweise die sogenannte Probebeleuchtung statt. Wie der Name schon sagt, wird im Rahmen der Probebeleuchtung – die Einheimischen sagen Probebefeuchtung – gewissenhaft überprüft, ob die Abläufe in den Bierzelten und Weinhallen sitzen, und ob die Fahrgeschäfte und Klohäuser ordnungsgemäß funktionieren. „Wo fangen wir denn an?“, fragt der Hebenstreit und stellt die Alternativen zur Wahl: „Gehen wir zuerst ins Zelt und dann in die Allgemeine oder umgekehrt?“ „Wir könnten auch zuerst ins Weindorf gehen, dort der Jugend beim Komasaufen zuschauen und dann über den Vergnügungspark in die Allgemeine rüber“, erweitert der Lehner den Begehungsplan. Doch Franz Reisenbichler winkt ab: „Ich hab’ einen Durst“, sagt er, „und wenn ich einen Durst hab’, dann geh’ ich zunächst einmal ins Bierzelt, nicht in die Weinhallen. Meinetwegen können wir auf dem Weg dorthin gerne den Vergnügungspark mitnehmen, weil durch müssen wir ja so oder so, aber mehr nicht.“ „Passt!“, sagt der Hebenstreit und der Roli ruft freudig: „Sounds like a plan!“, womit die Marschrichtung für den heutigen Abend grob vorgegeben ist.

Früher war die ganze Stadt angesichts einer Probeleuchtung in Aufruhr. Egal ob affirmativ oder ablehnend, eine Probebeleuchtung ließ in der Region niemanden kalt: „Heit’ gibt’s nur ein Gas, Vollgas!“, zeigten sich die Lebenshungrigen und insbesondere –durstigen zu allem bereit – „Hoffentlich passiert nix!“, rangen die Ängstlichen die Hände, weil Nasenstüber, Schwitzkästen, Schulterwürfe und Faustschläge sowie kleinere bis mittelgroße Vandalenakte integrative Bestandteile einer jeden Probebeleuchtung darstellten. Aufgrund der schieren Menge an Alkohol vor- und verkostenden Menschen, die mit fortschreitender Stunde ihr Sprachvermögen sukzessive an ersteren verloren, war es auch kein Wunder, dass das Sicherheitsrisiko stieg. Man musste daher nicht verblüfft oder gar traurig sein, wenn man eine blutige Nase oder eine Platzwunde ausgefasst hatte. Das war vielmehr eine Bestätigung, dass man da gewesen war.

Dennoch: Wer nicht steinalt oder augenscheinlich unter dem erforderlichen Mindestalter war, ließ es sich im Normalfall nicht nehmen, bei diesem Testabend im Dienste der Allgemeinheit dabei zu sein und sicherzustellen, dass für das große Fest an den darauffolgenden Tagen auch alles saß und passte. Und selbst wenn man keine Lust hatte oder die ganze Veranstaltung von Grund auf ablehnte, alleine um mitreden zu können, war man letztendlich doch vor Ort.