Die Volksfestwatsche 5

Austro-Pop

In der Zwischenzeit hat auch die siebenköpfige Musikformation „Dahoam“ nach einer wohlverdienten Pause wieder die Bühne betreten. „Dahoam“ wissen, was sie tun. Sie beginnen ihr Spätabend-Set mit einem Austropop-Block, eingeleitet von Wolfgang Ambros’ brachialkritischem „Zwickt’s mi“. Danach folgt die Trinkerschnulze „Zwischen 1 und 4“ von Rainhard Fendrich, und spätestens als die Band „Für immer jung“ (Heller, Ambros) anstimmt, hat sie das Publikum vollends im Sack. Vereinzelt steigen Fans auf Tische und schwenken brennende Feuerzeuge und Biergläser über Kopf hin und her.

 
Selbst Athos und Aramis, die so wie auch Porthos Reisenbichler mittlerweile beim vierten Glas Bier angelangt sind, wiegen sich genussvoll im Takt. „Waun du wühst“, singt der Roli dem Hebenstreit zu, „Waun du wirklich, wirklich wühst“, echot jener zurück, „Bleibst’ immer ju-u-ung“, singen am Ende beide.

 
Dann, unvermittelt, wenn auch nicht überraschend, eine Prosit-Einlage. Die Leute erheben sich und singen mit. Der Frontman von „Dahoam“, der eine frappante Ähnlichkeit mit Michael Heltau hat, bringt einen Toast aus: „Zickezacke, zickezäcke – sauft ihr Säcke“, schreit er ins Bühnenmikrofon. „Sauf du Sack“, gibt das Publikum unisono zurück. „Danke!“, brüllt Heltau, „Bitte“, das Publikum, woraufhin der Bürgermeister eine Runde Bier auf die Bühne hinauf servieren lässt.

 
Die Trunkspende motiviert den „Dahoam“-Frontman zu einer kleinen Ansprache, in der er die zahlreichen Verdienste des Bürgermeisters würdigt, worauf im „Bacchus-Hain“ ein paar Hände bravo klatschen. Die Laudatio endet mit einem neuerlichen „Zickezacke“, dann geht es weiter mit dem Musikprogramm.

„Wo willst’ denn hin?“, fragt der Hebenstreit den Reisenbichler besorgt, weil er meint, dass sich der Franz womöglich schon zum Heimgehen anschickt. „Wasser tauschen“, antwortet jener über die Schulter und begibt sich auf den Weg zur nördlich der „Ochsenbraterei“ gelegenen Kloanlage. Der Hebenstreit überlegt kurz, ob er mitkommen soll, beschließt aber, weil er gerade die nächste Runde bestellt hat, noch ein bisschen durchzuhalten. „Passt, wir sind da“, gibt er dem Reisenbichler zu verstehen, aber der ist bereits in der Menge verschwunden.

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