Neujahrsansprache mit Filmtipp: The Hurt Locker

O tempora, o mores!

Als aufmerksamer Bloghaus-Besucher, haben Sie bemerkt, dass die Pforten der Bloghaus-Redaktion über Weihnachten und Neujahr geschlossen waren. Eine weise Entscheidung, wie sich heraus gestellt hat, denn es war einfach zu wenig (Richtiges) los, um einen durchgehenden Redaktionsbetrieb aufrecht zu erhalten.
Freilich gab es wieder Anschläge unverbesserlicher islamistischer Fundamentalisten, die beispielsweise in Pakistan einer Unzahl unschuldiger Menschen (Kinder inklusive) das Leben gekostet haben. Einer ist sogar jüngst mit Axt und Messer und eindeutigen Absichten in das Haus eines dänischen Zeichners eingedrungen. Der Zeichner hatte sich vor ein paar Monaten mit seinen „Mohammed-Karikaturen“ eine ansehnliche Menge leidenschaftlicher Feinde in den muslimischen Reihen gemacht. „Rache“ und „Tod“ soll der Mann gebrüllt haben, während er vergeblich versucht hat, die Tür aufzubrechen, hinter der sich der Zeichner mit seinem fünfjährigen Enkel verschanzt hatte – „Rache“ und „Tod“. Als Antwort bekam er von offizieller Stelle eine Kugel ins Bein, nachdem er mit wildem Geschrei auf die eintreffenden Polizisten losgegangen war. Dem Zeichner und seinem Enkel ist nichts passiert, so kolportierten es die Medien (von der irreparablen Verstörung, die so ein Ereignis wohl auslöst, einmal abgesehen).
Liebe Bloghaus-Freunde, wohin treibt diese Welt, das ist hier die Frage… Wohin führt uns dieser „Islamisten- und Extremisten-Wahnsinn“? In den Wahnsinn?

Wie gesagt, Bloghaus hat vor dieser gewichtigen Frage kapituliert, den Laden dicht gemacht und sich stattdessen ins Reich der Fiktion geflüchtet. Antworten waren dort auch keine zu finden, dafür jedoch ein ausgezeichneter Film von Kathryn Bigelow. Es handelt sich um ihr jüngstes Werk The Hurt Locker bzw. Tödliches Kommando in der deutschen Fassung. Viel weniger fiktional als der geneigte Leser vielleicht annehmen würde, stellt dieser Film den Alltag eines Bombenentschärfungsteams im Irak dar. Ohne billige Propaganda-Botschaften und so unmittelbar und spannend, dass dem Zuseher phasenweise der Atem stockt, berichtet der Film schnörkellos und gänzlich ohne Wertung vom Vater aller Dinge, dem Krieg.

Bloghaus gibt hiermit eine eindeutige Empfehlung ab und ist schon reichlich gespannt auf die Meinung der Community zu diesem Streifen.

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