Der abhängige Blog für unabhängige Leser
Sunday September 5th 2010

Redaktionskater “Marley von Guttenbrunn”

Überrascht

Bei Bloghaus war das Staunen groß, als man erfuhr, dass das jüngst zugelaufene Kätzchen (BH berichtete) nicht etwa ein räudiger Straßenkater ist, sondern vielmehr ein Katzenmann von Rang und Namen. Aus den Papieren, die der Kätzerich bei sich trug, wurde ersichtlich, dass sein Stammbaum beinahe ins Spätmittelalter [sic!] zurückreicht.
Liebe Community, was sollen wir Euch sagen? Der Kater (vgl. Bild) ist ein Vermögen wert. Ein Glücksfall für die verarmte Bloghaus-Belegschaft, die sich seit Monaten von Fensterkitt und von Wasser aus Pfützen ernährt. Die mageren Zeiten scheinen nun endlich vorbei!

BH plant, eine Deckstation für Edelkatzen zu einzurichten – gegen mörderisches Entgelt versteht sich. Weitere – professionelle – Ansichten von unserem Katerchen werden zu diesem Zweck noch folgen. Als Fotografin im Gespräch ist übrigens Annie Leibovitz.

(To be continued.)

Wir freuen uns über tierischen Neuzugang in der Redaktion

Cat People

Tierfreundlich wie die Bloghäusler nun einmal sind, haben sie es nicht fertig gebracht, das folgende samtpfötige Geschöpf aus den Räumlichkeiten der Redaktion zu verweisen, nachdem sich die Kreatur, vielleicht aus einer instinktiven Eingebung heraus, dorthin verfügt hatte.

“Scharr, scharr!” machte es hartnäckig am Redaktionsportal. Und wieder: “Scharr, scharr!”
“Was soll’s?”, dachten die Insassen und öffneten ohne viel nachzudenken das Tor. “Oha, ein herrenloses Kätzchen auf der Suche nach Obdach! Nun, wir haben zwar selbst nicht im Übermaß, aber für ein hungriges Mäulchen mehr wird es wohl noch reichen. Komm nur herein!”, verlautete es aus der Redaktion. Das Kätzchen nahm die Bloghäusler beim Wort und trat ein. Gerettet – fürs Erste.

(Fortsetzung folgt)

Bloghaus goes Olympia

Vor Ort, im Olymp des Wintersports

Pierre de Coubertin

Von 12. bis 28. Februar steht der Bloghaus-Redaktion die “Verlegung Vancouver” bevor. Aus tausenden Bewerbern für den honorigen Job des Olympia Blogging-Teams wurde ausgerechnet der eher bewegungsunwillige Kern der Bloghaus-Belegschaft ausgewählt. Und das ohne Schiebung oder sonstige, nach Protektion und Vetternwirtschaft miefende Mätzchen, sondern einfach, weil die bisherige Qualitätsberichterstattung der “Bloghäusler” in der – topografisch unspektakulären – österreichischen Medienlandschaft Akzente gesetzt hat, von denen sich das Olympische Komitee (persönlich) eine Aufwertung der gesamten Olympia-Berichterstattung erwartet. Read the rest of this entry »

Dichten statt dichten lassen

Kommunikationsprozesse
Um praktisch vorzuführen, dass Kommunikation eine Straße mit (mindestens) zwei Richtungsfahrbahnen ist, hat Bloghaus – anstatt erneut eines zu veranstalten – nun selbst an einem Gewinnspiel teilgenommen. Ein Gewinnspiel, das einen Dichter-Wettbewerb zum Gegenstand hatte.

Die Aufgabenstellung lautete folgendermaßen:

“So, liebe Blog-Freunde, alles geht einmal zu Ende, auch dieser, ha ha, ERHOLSAME Urlaub. Ab nächster Woche bin ich wieder aus heimatlichen Gefilden für Sie da. Vorher aber will ich schon einmal das tolle Mitbringsel loswerden, das ich erstanden habe: den roten Siegelring aus diesem Video.

Und obwohl es nicht der Goslarer Kaiserring ist (aber echt marokkanisch; hat mir der freundliche Verkäufer versprochen…), möchte ich ihn auch für ein Werk der Kunst verleihen. Genauer, im Lichte der lyrischen Stimmung hier vor Ort, für ein Gedicht. Denken Sie sich ein Poem aus und posten Sie es bis Montagabend in die Kommentare. Kadenz, Versmaß und Stil überlasse ich ganz Ihnen. Enthalten sein sollten nur die Worte: Marrakesch, Koffer, Regen und Bild-Zeitung. Der beste Dichter kriegt den Ring.

Rainer Maria Rilke sagte: “Edle Lyrik ist das beste Heilmittel gegen die nüchterne Unrast jeder Zeit.” Ich sage: Hat er Recht. Inschallah.”

Und so sah die Umsetzung der Bloghaus-Redaktion letztendlich aus:

Der Herr der Ringe

„Wer wagt es, Bloggersmann oder Frau
Zu dichten mir einen Vers?
Ein güldenes Ringlein hab ich hier, schau,
Als Preis für die Müh’, na wie wär’s?
Wer mir den Vers morgen kann zeigen,
Bekommt den Ring, nennt ihn sein eigen.
Als Preis zum Troste winkt bitte sehr,
Der Job vom BILD Zeitungs-Chefredakteur.“

So spricht es der BILDmann und munteren Sinns
Irrt er durch Marrakeschs ferne Gestade
Derweilen träumt er vom Himmel Berlins,
Von Currywurst und von der Spree-Promenade.
Denn während der BILDmann ist, wo er will,
Begab sein Koffer sich leise
Und still auf eine andere Reise -
(Mit einem anderen Ort als Ziel.)

Und es wallet und siedet und brauset und zischt,
In Marrakeschs Souks und den Gassen,
Vom Himmel wirft Regen die schäumende Gischt,
Es regnet Hunde und Katzen und Tassen.
Wo sonst die Sonne Touristen versengt,
Der Tiefdruck jetzt finster den Himmel verhängt.

Der BILDmann sehnt sich erneut nach zu Haus,
Nach trockenen Füßen und Socken,
Nach BILD Zeitung, dem Axel-Springer-Haus
Und seiner Marke Spezial-Haferflocken.
Inzwischen hat ein weiterer Mann,
Gebloggt seinen Beitrag, so gut er halt kann.

Wir sind der einhelligen Meinung, dass es nur nur einen Sieger in diesem Wettstreit geben kann. Seinen Beitrag haben Sie übrigens gerade gelesen.

Schweinsstelze tötet Klagenfurter

Risikogericht Nr. 1: Die Schweinsstelze

Risikogericht Schweinsstelze

An Schweinsstelze erstickt
Ein 52 Jahre alter Klagenfurter ist am Donnerstag in einem Lokal an einem Stück Schweinsstelze erstickt. Jede Hilfe kam für den Mann zu spät.

Bolustod
Am frühen Abend besuchte der Mann mit seinen beiden Töchtern ein Lokal in Klagenfurt. Beim Essen einer Schweinsstelze verschluckte er sich an einem größeren Stück Fleisch. Rettungsversuche blieben ohne Erfolg, dem Mann konnte nicht mehr geholfen werden, er erstickte.
Die geschockten Töchter des Mannes – beide erklärte Vegetarierinnen – werden psychologisch betreut.

Polizeijurist Heinz Schiestl: “Der Mann dürfte sich an einem Stück Fleisch mit Schwarte verschluckt haben, er starb einen Bolustod. Das heißt, es ist ein plötzliches Herz-Kreislauf-Versagen durch eine Reizung des Kehlkopfgeflechts.”

Die polizeiliche Untersuchung habe ergeben, dass das Restaurant keine Schuld treffe.

Feines Tool für Media-Analysten

Der Meedia Analyzer von Meedia.de

Sie möchten (aus welchen Gründen auch immer) die Reichweiten von TV- Print- oder Online-Medien miteinander vergleichen?

Bitte entschlossen hier draufklicken und eben mal die Pageview- und Visit-Entwicklung der letzten 4 Jahre von SPIEGEL ONLINE, FOCUS ONLINE, stern.de, sueddeutsche.de, ZEIT online und BILD.de gegenüberstellen.

Fantastisch!

Neujahrsansprache mit Filmtipp: The Hurt Locker

O tempora, o mores!

Als aufmerksamer Bloghaus-Besucher, haben Sie bemerkt, dass die Pforten der Bloghaus-Redaktion über Weihnachten und Neujahr geschlossen waren. Eine weise Entscheidung, wie sich heraus gestellt hat, denn es war einfach zu wenig (Richtiges) los, um einen durchgehenden Redaktionsbetrieb aufrecht zu erhalten.
Freilich gab es wieder Anschläge unverbesserlicher islamistischer Fundamentalisten, die beispielsweise in Pakistan einer Unzahl unschuldiger Menschen (Kinder inklusive) das Leben gekostet haben. Read the rest of this entry »

Neue Mitarbeiterin bei Bloghaus!

Die neue Mitarbeiterin bei Bloghaus heißt Gopro.com

Bloghaus, der Blog für den interessierten Online-Parvenü, ist hocherfreut, eine neue Mitarbeiterin in den eigenen Reihen begrüßen zu dürfen.
Da jeder unvernünftige Blog eine vernünftige Optik braucht, war die Verpflichtung von Gopro ein logischer Schritt. Beim Fotoshooting für die Mitarbeiter-Galerie lacht die Neue ihren Kollegen bereits unbekümmert ins Gesicht:
So klein und doch so erwachsen
Auch ohne Bekleidung macht sie eine äußerst gute Figur:
Heiß wie ein Zippo
Wir wünschen der Neuen bei Bloghaus alles Gute und freuen uns auf ihre Bewegtbildberichte.

Matussek-Bloggen: So wird’s gemacht!

Buchautor und Spiegel-Kulturchef Matthias Matussek demonstriert, wie man ihn am besten kopiert

© wahrscheinlich verletzt

© SWR/David Baltzer

Köstlich, daher kein Kommentar notwendig, einfach hier ansehen.

Bloghaus-Bewertung: ***** (oder auch: 5 Sterne)

Wie das Printprodukt von morgen aussieht

Die Druckerschwärze geht, das digitale Lesegerät kommt

Heutzutage wird die Zukunft nicht mehr aus Eingeweiden, Kristallkugeln oder Kaffeesud-Konstellationen gelesen, sondern kurzerhand auf Youtube angesehen, insbesondere wenn es, wie im folgenden Spot, um die Zukunft von Tages- und Wochenzeitungen geht. Mit “Zukunft” ist übrigens das nicht allzu ferne Jahr 2010 gemeint.
Hat man diesen Werbeclip gesehen, verwundert die aus den U.S.A. stammende, durchwegs makabere Bezeichnung für die Printbranche als “dead man walking” oder als “dead tree industrie” wohl nicht mehr.

Auch wenn die derzeit auf dem Markt befindlichen digitalen Lesegeräte wie etwa der “Kindle” technisch noch nicht ausgereift und für den Massenabsatz zu teuer sind, so wird sich auf diesem Gebiet im Jahr 2010 doch Einiges tun. Apple steht mit seinem Tablet PC in den Startlöchern und hat für dieses Projekt eine Kooperation mit den nicht gänzlich unbedeutenden Verlagen Condé Nast, Hearst, Meredith, News Corp. und Time Inc geschlossen. Ein gemeinsam gegründetes Unternehmen wird sich nach Vorbild des App-Stores um den digitalen Vertrieb kümmern.
Wenn der “dead man walking” nicht schleunigst darüber nachdenkt, wie er seine Contents in digitale Vertriebskanäle bekommt, dann wird von ihm bald nur noch ein “dead man” übrig sein.

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