Wie das Printprodukt von morgen aussieht

Die Druckerschwärze geht, das digitale Lesegerät kommt

Heutzutage wird die Zukunft nicht mehr aus Eingeweiden, Kristallkugeln oder Kaffeesud-Konstellationen gelesen, sondern kurzerhand auf Youtube angesehen, insbesondere wenn es, wie im folgenden Spot, um die Zukunft von Tages- und Wochenzeitungen geht. Mit „Zukunft“ ist übrigens das nicht allzu ferne Jahr 2010 gemeint.
Hat man diesen Werbeclip gesehen, verwundert die aus den U.S.A. stammende, durchwegs makabere Bezeichnung für die Printbranche als „dead man walking“ oder als „dead tree industrie“ wohl nicht mehr.

Auch wenn die derzeit auf dem Markt befindlichen digitalen Lesegeräte wie etwa der „Kindle“ technisch noch nicht ausgereift und für den Massenabsatz zu teuer sind, so wird sich auf diesem Gebiet im Jahr 2010 doch Einiges tun. Apple steht mit seinem Tablet PC in den Startlöchern und hat für dieses Projekt eine Kooperation mit den nicht gänzlich unbedeutenden Verlagen Condé Nast, Hearst, Meredith, News Corp. und Time Inc geschlossen. Ein gemeinsam gegründetes Unternehmen wird sich nach Vorbild des App-Stores um den digitalen Vertrieb kümmern.
Wenn der „dead man walking“ nicht schleunigst darüber nachdenkt, wie er seine Contents in digitale Vertriebskanäle bekommt, dann wird von ihm bald nur noch ein „dead man“ übrig sein.

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