Die Hex

Ein Gebrauchsgedicht für, mit und zu Ehren von Messermachermeister Michael Blank

Bei Blank, dem stillen Wässerchen,
Schlugen wir ein Messerchen.
In des Meisters Schmiedekammer
Sprühten Funken, flog der Hammer.

Aus mattem Stahl in gelber Hitze
Schärften Schneid’ wir und die Spitze.
Und lange vor dem letzten Schliff,
Trieb längsseits Meister Blank den Griff.

Das Heizen, Kühlen, Härten, Schleifen,
Ließ den Hauer mählich reifen.

O heilig-zarte Schmiedehaut!
Wer hätte Blank dies zugetraut?

Nach stundenlanger Heißarbeit,
Liegt ein Ergebnis griffbereit:
Der schwere Feitel, scharf und schön,
Ist recht pässlich anzusehen.

Zur Feuertaufe kurz gebrannt,
Ward der Hauer „Hex“ genannt.

Edel ist das stolze Schmieden,
Bei Hephaist’ doch auch hienieden.

Und Meister Blank, das ist ein Mann,
Der Messer trefflich schmieden kann.